Orphan Drugs sind vereinzelt relevant für die Arztpraxis
In der Europäischen Union (EU) gilt eine Erkrankung als selten, wenn nicht mehr als 5 von 10.000 Menschen von ihr betroffen sind. Allein in Deutschland sind mehrere Millionen Menschen davon betroffen.1 Seltene Erkrankungen gibt es in allen medizinischen Gebieten, sodass sie für alle Fachrichtungen relevant sein können.2
Orphan Drugs sind in der Praxis nicht für jeden Arzt relevant: In einer Umfrage des DeutschenArztPortals gaben 53 % der teilnehmenden Ärzte (N = 143) an, dass Orphan Drugs für sie nicht relevant seien. 20 % der Teilnehmer haben jedoch viele Patienten, denen sie Orphan Drugs verordnen. Von 27 % der Ärzte wurde angegeben, dass sie vereinzelt Patienten behandeln, denen sie Orphan Drugs verordnen.3

1 Informationen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zu seltenen Erkrankungen, https://www.bmbf.de/de/seltene-erkrankungen-379.html, zuletzt aufgerufen am 02.12.2020
2 vfa, „Medikamente gegen seltene Erkrankungen“, 03.03.2020, https://www.vfa.de/de/arzneimittel-forschung/woran-wir-forschen/orphan-drugs-medikamente-gegen-seltene-erkrankungen.html
3 Umfrage im Praxis-Newsletter des DeutschenArztPortals vom 15.12.2020 bis 21.12.2020