Kostenfreies Notfall-Merkblatt für Anaphylaxie-Betroffene

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Bekanntlich sind es drei Substanzen, die im Not­fall verab­reicht werden müssen: Anti­hista­minikum, Kortison und Adrenalin. Nach einer ana­phy­lak­tischen Reaktion – etwa bei einem Insekten­stich – erhalten Betroffene ein ent­sprechendes Not­fall­set, damit sie bei einem erneuten Ereignis gerüstet sind. Doch: Die Anwen­dung ist nicht gerade selbst­erklärend. Die genauen Einnahme­moda­li­täten den Betroffenen einmal zu erklären, reicht sicher nicht, zumal Menschen bei einer ana­phy­lak­tischen Reaktion beein­träch­tigt und in Panik sind und Fehl­anwen­dungen tödlich sein können.

Daher sollte eine genaue Handlungs­anweisung mit den Medikamenten immer parat sein – für die Betroffenen und Angehörige, Freunde oder Passanten, die helfen müssen. Dr. Katrin von der Assen, Fachärztin für Allgemein­medizin, hat zusammen mit Kolleginnen und Kollegen im Forum Weiter­bildung des Haus­ärztinnen- und Haus­ärzte­verbands deswegen ein entspre­chendes Merkblatt entwickelt.

Tipp: Der Notfall­plan Anaphy­laxie kann auf der Webseite des Magazins „Hausärztliche Praxis“ kostenfrei herunter­geladen werden.

» Zum Merkblatt

Im Merkblatt sind die Symptome einer mäßigen allergischen Reaktion, bei der Antihistaminikum und Kortison zunächst ausreichen, und einer schweren Reaktion, die zusätzlich den Einsatz des Adrenalin-Injektors erfordert, aufgeführt. Jedes Praxisteam kann den Notfallplan verwenden und für die eigene Praxis anpassen, auch was die Markennamen der verordneten Substanzen angeht.