Arzneimittelempfehlung auf grünem Rezept

Ist die Erstattung von apothekenpflichtigen, nicht verschreibungspflichtigen Präparaten (OTC) zulasten der Gesetzlichen Krankenversicherung nicht möglich, stellt die Verordnung auf einem grünen Rezept eine sinnvolle Alternative dar. Die gesetzlichen Krankenversicherungen haben seit dem Versorgungsstrukturgesetz von 2012 die Möglichkeit, Kosten für OTC-Arzneimittel als freiwillige Satzungsleistung zu übernehmen. Oft handelt es sich dabei um OTC-Präparate der Anthroposophie, Homöopathie und Phytotherapie.

Voraussetzung ist die Verordnung des therapiebegleitenden OTC-Präparates auf einem Privat- oder grünen Rezept. Dadurch wird die arztgestützte Selbstmedikation gefördert, von der Arzt und Patient profitieren.

Vorteile der Verordnung auf grünem Rezept für Arzt und Patient

Mit der Verordnung auf einem grünen Rezept wird das Präparat automatisch in der Patientenakte gespeichert und die lückenlose Dokumentation der Arzneimitteltherapie ermöglicht. Für den Arzt fallen keine Verordnungskosten an und die Verordnung unterliegt keiner Wirtschaftlichkeitsprüfung. Aufgrund der Verordnung hat der Patient ein höheres Vertrauen in Wirksamkeit und Sicherheit der ergänzenden Therapieempfehlung und die Compliance sowie der Behandlungserfolg werden unterstützt.

Die Kosten für das OTC-Präparat kann der Patient dann im Rahmen der Satzungsleistungen seiner Krankenkasse erstattet bekommen oder als „außergewöhnliche Belastung“ bei der jährlichen Steuererklärung geltend machen.

Die Bedingungen für eine Kostenerstattung und deren Höhe sind je nach Krankenkasse unterschiedlich. Eine Übersicht dazu stellt das DeutscheArztPortal zu Verfügung

» Aktuelle Übersicht der OTC-Satzungsleistungen